Projektdetails

21 Leinwandgemälde von Johann Wilhelm Schirmer und seinen Schülern

Museum Zitadelle, Jülich

Abb. 1

Abb. 2

Abb. 3

Abb. 4

Die Sammlung von Werken des in Jülich geborenen Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer (1807-1863) und seinem Umfeld bildet einen der drei Sammlungsschwerpunkte des Museums Zitadelle Jülich (Römer, Renaissance, Romantik). Als bedeutender Vertreter der Düsseldorfer Malerschule und Gründungsdirektor der Kunstakademie Karlsruhe verschaffte Schirmer der im 19. Jahrhundert wieder aufkommenden Landschaftsmalerei entscheidende Impulse.

Die Jülicher Schirmersammlung wurde mit der Gründung des Museums als Städtische Sammlung für Heimatkunde 1902 begonnen. Der Bestand umfasst heute ca. 150 Zeichnungen und Aquarelle, fasst die komplette Druckgrafik und rund 50 Ölgemälde. Dazu kommt ein Dokumentenarchiv mit Briefen und Urkunden. Rund 50 Schirmerschüler sind in der Umfeld-Sammlung durch Gemälde oder Grafik vertreten.

Das vom Land NRW im Rahmen der Regionalen Kulturpolitik geförderte Projektjahr 2010 "Johann Wilhelm Schirmer - Vom Rheinland in die Welt" im Verbund von sieben Partnern im Rheinland hat durch seinen Erfolg eindrücklich die Potenziale dieses Ausstellungsschwerpunktes in Jülich belegt. Seit 2011 wird in jährlich wechselnden Zusammenstellungen die Schirmersammlung im Pulvermagazin präsentiert, die aufgrund der im Projekt geknüpften Kontakte an wichtigen Stellen noch bereichert werden konnte. In der zukünftigen Planung des Hauses hat der Sammlungsbereich einen hohen Stellenwert.

Das NRW Restaurierungsprogramm fördert in diesem Jahr auf Antrag des Fördervereins Museum Jülich e.V. die Konservierung und Restaurierung von sechs Leinwandgemälden des Künstlers Johann Wilhelm Schirmer und 15 Leinwandgemälden, die von Schirmerschülern gemalt wurden. Die Restaurierung erfolgt im Rahmen des Jubiläumsjahres 2013 zum 150. Todestag des Malers.

Die geplanten Maßnahmen beinhalten nach der Durchführung von Reinigungs- und Sicherungsarbeiten die Abnahme ästhetisch störender Übermalungs- und Firnisschichten. Im Anschluss erfolgen die Kittung und Retusche von Fehlstellen und der Auftrag eines neuen Firnis.

Abb. 1: Johann Wilhelm Schirmer: Der Überfall, 1856/1857, Öl auf Leinwand, 57 x 78 cm

Abb. 2: UV-Lumineszensaufnahme. In der Aufnahme erscheinen Retuschen auf der Firnisschicht dunkelviolett. Unter der Firnisschicht befindliche Retuschen sind nur als graue Flächen erkennbar.

Abb. 3: Rausch, Leonhard (Schirmerschüler): Hütte am See, undatiert, Öl auf Leinwand, 74 x 108 cm

Abb. 4: Detail: sehr ungleichmäßig aufgetragener, vergilbter Firnis

Kontakt:
Herr Marcell Perse M.A.
Museumsleitung
Museum Zitadelle Jülich

Besucheranschrift:
Zitadelle
52428 Jülich

Postanschrift:
Postfach 1220
52411 Jülich
undefinedLink Zum Museum Zitadelle Jülich

Bildnachweis: Museum Zitadelle Jülich, Fotos: Börries Brakebusch, Düsseldorf