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Geschäftsstelle Verband der Restauratoren e.V.
Tel. +49 (0)228 9268970
info(at)restauratoren.de
Aktuelles aus der Landesgruppe Hamburg
Photoshop-Seminar in Hamburg
Ein Bericht von Stephanie Westermann, Januar 2011
Am 15. Januar trafen sich 10 Restauratorinnen in Hamburg, um einen Tag lang ihre Kenntnisse in der Bildbearbeitung mit Photoshop zu vertiefen. Die Referentin hatte schon Schulungen für Restaurierungspraktikanten gegeben und kannte sich mit den spezifischen Fragestellungen der Restauratoren aus. Trotzdem kamen im Laufe des Tages sehr viele individuelle Fragen und Probleme zur Sprache, die bei der Themenvielfalt manchmal nur angerissen werden konnten.
Auch aufgrund der verschiedenen Fach- und Tätigkeitsbereiche waren die Anforderungen der einzelnen Teilnehmerinnen an Photoshop verschieden. Neben Fragen zur Datei- und Bildgröße, dem richtigen Dateiformat und der Integration von Farbkarten in das Bild, lag der Schwerpunkt bei der Kartierung. Es wurden verschiedene Muster und Schraffuren angelegt, die für die Kartierung verwendet werden können. Außerdem übten die Teilnehmerinnen das Umrahmen eines ausgewählten Bereichs mit verschiedenen Werkzeugen, der für die Kartierungsfläche in Frage kommen sollte.
Die meisten Teilnehmerinnen hatten zuvor noch nicht mit Photoshop kartiert, so dass hier vor allem Grundlagen geschaffen wurden. Zu diesem Thema könnte also sicher auch ein eigenes Seminar stattfinden. Insgesamt waren die Erfahrungswerte und Kenntnisse ganz unterschiedlich, so dass es gut war, die Expertin zu fragen, wie man es denn richtig macht. Nach 8 Stunden und sehr vielen Informationen war der Wissensdurst aber erstmal gestillt und die neuen Kenntnisse wollten am eigenen Computer umgesetzt werden. Dabei ergeben sich sicher neue Fragen, die in einem möglichen Vertiefungsseminar erörtert werden könnten.
30 Prozent der Hamburger Restauratorenstellen sollen gestrichen werden!
Ein Statement der Landesgruppe Hamburg des Verbandes der Restauratoren (VDR), Hamburg 3. November 2010
Das Altonaer Museum sollte geschlossen werden. Die Hamburger Restauratoren haben auf das Schärfste dagegen protestiert, da diese Entscheidung unserer Meinung nach kurzsichtig und nicht hinnehmbar war, zumal die vermeintlichen Spareffekte angezweifelt werden können. Die Schließung konnte vorerst abgewendet werden, aber die Stellensituation der Restauratoren im öffentlichen Dienst ist weiterhin unsicher.
Alle Restauratorenstellen im öffentlichen Dienst müssen erhalten bleiben!
Museale Sammlungsbestände bedürfen der objektgerechten Verwahrung und regelmäßigen Überprüfung ihres Zustandes durch Restauratoren, die beständig vor Ort tätig sind.
Restauratoren bilden bei den verschiedensten Aufgabengebieten eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaftlern und Handwerkern, sie sind daher also unentbehrlich in den Museen und im Denkmalschutzamt.
Wer soll, falls tatsächlich etwa ein Drittel der Hamburger Restauratorenstellen abgebaut wird, in Zukunft diese Aufgaben übernehmen?
Kunst- und Kulturdenkmäler gehören in die Obhut von speziell ausgebildeten Restauratoren. Ohne fachgerechte Betreuung besteht die Gefahr, dass wichtige Kunstwerke und kulturhistorische Dokumente unwiederbringlich verloren gehen, verfälscht oder beschädigt werden.
Die Erhaltung des geistig kulturellen Erbes muss in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein.
Aktuelles auch zum Thema auf der
Facebook-Seite "Altonaer Museum. Offen bleiben"
Denkmalschutz trifft Klimaschutz
Im Rahmen eines Anwenderforum der ZEBAU GmbH trafen sich am 15. Februar 2010 Architekten, Ingenieure, Denkmalpfleger und Restauratoren im frisch sanierten Hamburger "Michel".
Die Zukunftsperspektiven von denkmalgeschützter und erhaltenswerter Bausubstanz und die Möglichkeiten der energetischen Modernisierung unter besonderer Berücksichtigung der Erhaltung der ursprünglichen Gestaltgebung (Fassaden) der Gebäude standen im Mittelpunkt dieses Anwenderforums.
Ein Bericht von Malaika Scheer und Carla Leupold (pdf; 50 KB)
Anwenderforum der ZEBAU GmbH und Vorträge
Hamburger Restauratorenstammtisch
Der letzte Hamburger Restauratorenstammtisch, bei dem auch die Sprecher der Landesgruppe neu gewählt wurden, fand am 28. Mai 2009 statt.
Den Bericht finden Sie im internen Bereich der LG Hamburg. Bitte loggen Sie sich dazu mit username und Passwort ein.
"Preise vertreten und verhandeln"
im November 2007 im Museum für Hamburgische Geschichte
Das Thema „Preise vertreten und verhandeln“ hatte 18 Kolleginnen am 29. November 2007 in das Museum für Hamburgische Geschichte (Hamburg-Museum) gelockt. Während des eintägigen Workshops ging es darum, sich mit dem eigenen Verhandlungsstil im Hinblick auf die Preisgestaltung näher zu beschäftigen.
Der Referentin, Rechtsanwältin Hildegard Hesselmann gelang es, den Teilnehmerinnen die Basis einer erfolgreichen Preisverhandlung zu offenbaren.
Zunächst wurde in einer kurzen Vorstellungsrunde deutlich, dass die Thematik sowohl selbständige als auch im öffentlichen Dienst beschäftige und in Ausbildung befindliche Restauratorinnen betrifft, und dass die Problematik häufig darin besteht, die Sachebene von der Beziehungsebene zu trennen. Das heißt, eine persönliche Betroffenheit kann eine sachliche Verhandlung beeinträchtigen und dazu führen, dass der angestrebte Preis nicht durchgesetzt werden kann. Es galt, die unterschiedlichen Gründe dieses Konfliktes zu erkennen und Strategien für eine Lösung zu entwickeln.
Der Blick auf eine konkrete Situation, in Gestalt eines Rollenspiels, zeigte allen deutlich, dass Preisverhandlungen gut vorbereitet sein sollten und trainiert werden können. Unter verschiedenen Fragestellungen lassen sich die eigene Position, die eigenen Interessen ebenso wie die der Verhandlungspartner einschätzen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, den Persönlichkeitstyp des Gegenübers zu erkennen und den Verhandlungsstil entsprechend anzupassen. Einen Leitfaden bietet das Harvard-Konzept - auch eine der Grundlagen des Seminars -, das konstruktives Verhandeln mit Konzept lehrt.
Übereinstimmendes Fazit: einen herzlichen Dank an die Referentin und eine Empfehlung an alle RestauratorInnen, diese positive Motivation und Unterstützung eines schwierigen Bereichs unseres Berufes auch wahrzunehmen.
Christine Fölsch
