Umfrage Freiberuflichkeit
An der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen arbeitet die Studentin Romy König-Weska zur Zeit an einer Master-Thesis über das Thema „Existenzgründung – Freiberufliche Selbständigkeit für Restauratoren“. Für eine kurze und anonyme Umfrage in diesem Zusammenhang bittet Romy König-Weska die Restauratoren des VDR um Unterstützung.
Goering Institut e.V. vergibt Stipendien für 2010
Das Georing Institut e.V. verleiht - auf Anregung von Heidemarie Goering - in Gedenken an den Gründer der Fachakademie zur Ausbildung von Restauratoren für Möbel und Holzobjekte Herrn Alfred René Goering (†) Stipendien an Studienanfänger 2010.
Das Förderangebot umfasst die volle Höhe der Studiengebühren über drei Jahre und wird an Bewerber und Bewerberinnen mit
- besonderer handwerklicher Qualifikation
- oder besonderer schulischer Qualifikation
- oder besonderer sozialer oder finanzieller Situation
vergeben.
Die Anzahl der Stipendien ist beschränkt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Vergabe der Stipendien entscheidet ein unabhängiges Gremium.
Bewerbungen um ein Stipendium sind ab sofort möglich. Der Bewerbung sind beizulegen:
- Lebenslauf,
- relevante Zeugnisse,
- Begründung der Antragstellung.
Informationen über Aufnahmebedingungen und Studienablauf unter
www.restaurierung-goering.de bzw. schriftlich (Fachakademie: Giselastraße 7, 80802 München) oder telefonisch (Sekretariat: 089/3839500).
Fragen zu den Stipendien bitte direkt an: Herrn Kügler unter: kuegler(at)restaurierung-goering.de
Hildesheimer Fachhochschule bietet Master-Studium für Diplom-Restauratoren
Ab Wintersemester 2010 ist wieder ein Teilzeitstudium möglich
Die Hildesheimer Fakultät Erhaltung von Kulturgut ermöglicht diplomierten Restauratoren, durch Anerkennung der bereits durch das Diplomstudium erbrachten Leitungen, das normalerweise zweijährige Masterstudium in einem Jahr zu absolvieren. Außerdem bietet die Fakultät die beiden Masterstudiengänge „Restaurierung und Konservierung“ und „Baudenkmalpflege“ auch in Form des Teilzeitstudiums an.
Für Teilzeit-Studenten halbieren sich der Zeit- und Studienaufwand sowie die Studienbeiträge pro Semester - verbunden mit der entsprechenden Verlängerung der Gesamtdauer des Studiums. In einer persönlichen Beratung wird dafür ein Studienplan aufgestellt, der auf die individuelle Situation und die Absichten des Studenten abgestimmt ist. Als familiengerechte Hochschule bietet die HAWK zudem vielfältige Unterstützung für die Organisation von Kinderbetreuung oder anderen familienbedingten Verpflichtungen.
Offizieller Bewerbungsschluss an der
HAWK in Hildesheim ist der 15. August, auf besondere Anfrage kann ein späterer Termin akzeptiert werden.
Für persönliche Beratung wenden Sie sich an Prof. Dr. Karin Petersen (MA Restaurierung und Konservierung) oder Prof. Thumm (MA Baudenkmalpflege).
Online-Lernkurse für Restauratoren 2010/2011
Mit internetbasierten Lernkursen bietet das Hornemann Institut der Fachhochschule Hildesheim neue Wege zur beruflichen Fortbildung an.
Folgende Kurse werden angeboten:
- Schädigung von Kulturgut durch Salze
12. September bis 5. Dezember 2010
- Mikrobieller Befall von Kunst- und Kulturgut
19. September bis 14. November 2010
- Untersuchungen von transparenten Überzügen auf Möbeln und Holzobjekten
27. September bis 28. November 2010
- Dokumentationsfotografie
11. Oktober bis 5. Dezember 2010
- Restaurierungstheorien und Restaurierungsmethoden von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute
März 2011
Weitere Informationen
"Vom Atmen der Bilder"
Hier ansehen: "Vom Atmen der Bilder", Bern 1989, Dauer 06:11 Min., mp4, 39 MB
Der Film "Vom Atmen der Bilder" von Prof. Volker Schaible zeigt in Zeitraffungen die Bewegungen in Gemäldestrukturen, welche durch gezielte Veränderungen der klimatischen Umgebungsbedingungen hervorgerufen werden.
(Zum Anschauen des Films benötigen Sie die aktuelle Version eines MP4-Players; der Ladevorgang kann einige Zeit in Anspruch nehmen.)
Aus- und Weiterbildung am Goering Institut e.V.
Das Goering Institut e.V. in München, eine Staatlich anerkannte Fachakademie für Restauratorenausbildung, bietet Seminare für Restauratoren aller Fachrichtungen an.
Zu den aktuellen Kursen 2010
Deutsch-polnische Zusammenarbeit in Breslau rettet bedeutendes Kapellengestühl aus der Spätrenaissance
Pressemitteilung des Goering Instituts München von Joachim Dramm
Dezember 2009
Im „deutsch-polnischen Jahr“ 2005 wurde zur Erhaltung des europäischen Kulturerbes ein Projekt deutsch-polnischer Zusammenarbeit begonnen, das im Oktober 2009 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnte. Die Rekonstruktions- und Ergänzungsmaßnahmen und der Wiedereinbau des Familiengestühls sowie Restaurierung des Bodens, der Wände und der Epitaphien der Nicolaus-Gaetke-Kapelle in der St. Elisabethkirche in Breslau durch Mitarbeiter und Studenten der Universität Thorn in Kooperation mit Studenten und Dozenten der Fachakademie für Restauratorenausbildung des Goering Instituts e.V. aus München.
Für die Rettung des einmaligen kunsthandwerklichen Zeugnisses von 1590 aus vergangener wirtschaftlicher Blüte der Stadt war es höchste Zeit. Durch feuchte Stellen an den Außenmauern entstanden auch Schäden an den hölzernen Bauteilen. Die Vertäfelungen der Rückwände waren großteils locker und die manieristische Marketerie war in weiten Bereichen abgelöst und zum Teil schon verloren. Zudem war die vorgefundene Aufstellung nicht die ursprüngliche, es gab mindestens drei Umbauten. Teile der originalen Anordnung lagen in einem Depot.
Die Kapelle und ihre Ausstattung wurde zunächst erforscht und dokumentiert. Die umfangreiche Dokumentation des Befundes bildete die Grundlage für die fachliche Diskussion, die Erstellung eines Konzeptes und schließlich für die Restaurierung bzw. Konservierung des Gestühls und des gesamten Raumes.
Im Herbst 2009 konnten die Arbeiten abgeschlossen werden, so dass das Gestühl mit rekonstruiertem Baldachin und Buchablage in der Gaetke–Kapelle zusammen mit Epitaphien und Boden jetzt wieder ein historisch und ästhetisch schlüssiges Bild ergibt.
Fotos: A. Mayr / M. Katzameier
Pressemitteilung der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Dezember 2009
Balthazar Soulier, seit 2006 Student der Konservierung und Restaurierung von Gemälden und gefassten Skulpturen an der Kunstakademie Stuttgart, ist maßgeblich an neuen Forschungsergebnissen zu den legendären Lacküberzügen der berühmten Stradivari-Geigen beteiligt. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden kontroverse Vermutungen über „geheime“ Zutaten veröffentlicht, die der italienische Geigenbaumeister Antonio Stradivari (1644-1737) für den Lack seiner Instrumente benutzt haben soll.
Der ausgebildete Geigenbauer und Restaurator Balthazar Soulier ist Mitautor einer soeben international publizierten neuen Forschungsstudie zu diesem Thema. Diese stellt anhand einer Reihe von analytischen Verfahren die chemische Zusammensetzung und den Aufbau von Stradivaris Lacken fest. Die Resultate geben neue Aufschlüsse über die Binde- und Farbmittel, die Stradivari verwendete und ermöglichen eine neue kunsthistorische und kunsttechnologische Deutung seiner Werke.
Denn nun ist beispielsweise nachweisbar, dass Stradivari zunächst eine Schicht aus Öl ohne Füllstoffe oder Pigmente als Versiegelung auf das Holz auftrug. Eine mineralreiche Schicht, wie in früheren Studien vermutet, war nicht auffindbar. Anschließend trug der Geigenbaumeister eine Schicht mit roten Eisenoxiden sowie organischen Farblacken, vermutlich aus den Färbeinsekten Cochenille auf. Das beweist, dass Stradivari keine außergewöhnlichen, sondern zu seiner Zeit gängigen Werkstoffe nutzte.
Weitere Informationen zur Studie
Das Kunsthistorische Institut in Florenz – Max-Planck-Institut möchte das Verständnis für die grundsätzliche Bedeutung analoger Fotos und Archive für die Zukunft der Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaften fördern. Nur die Integration analoger und digitaler Formate kann einen angemessenen Erhalt des fotografischen Erbes auch für die zukünftige Forschung garantieren und gleichzeitig das Potenzial digitaler Werkzeuge kreativ ausschöpfen.
Analoge Fotoarchive sind Teil unseres kulturellen Erbes. Die „Florence Declaration“ will das öffentliche Bewusstsein hierfür erhöhen. Sie richtet sich nicht nur an fotographische Sammlungen, an die universitäre und wissenschaftliche Forschung, sondern auch an die Entscheidungsträger aus Gesellschaft und Politik.
Die Erklärung kann über die Internetseiten des Kunsthistorischen Instituts in Florenz unterzeichnet werden. Hier findet sich auch eine regelmäßig aktualisierte Liste der Unterzeichner.
Die Florence Declaration
Link zum Kunsthistorischen Institut Florenz
Bunte Wände. Schablonen und Walzmuster aus den Beständen des Freilichtmuseums Hessenpark
Eine Publikation von Matthias Stappel (unter Mitarbeit von Beate Bickel), herausgegeben vom Freilichtmuseum Hessenpark 2009
Rezension von Dipl.-Rest. Jan Raue (pdf; 78 KB)
Neue Professorin für Buch und Papier an der HAWK in Hildesheim berufen
Prof. Dipl.-Rest. Ulrike Hähner leitet seit Juni 2009 an der Fakultät Erhaltung von Kulturgut das Lehrgebiet Konservierung und Restaurierung von Buch und Papier
Weitere Informationen
Derzeit sind das:
- Bachelor of Arts - Präventive Konservierung
- Master of Arts - Restaurierung und Konservierung
- Master of Arts - Baudenkmalpflege
Weitere Informationen
Der Naumburger Dom zählt zu den bedeutendsten Sakralbauwerken Deutschlands. Insbesondere die auf den so genannten Naumburger Meister zurück zu führende Architektur und Ausstattung des Westchores aus der Mitte des 13. Jahrhunderts verleihen dem Baudenkmal weltweit einzigartige Bedeutung. Zentrale Fragen jedoch, zum Beispiel zu seiner Entstehung, Bedeutung und Funktion sind bis heute unbeantwortet.Baumsarg als Herausforderung
Im Depot des
Museums für Sepulkralkultur in Kassel lagert ein frühmittelalterlicher Baumsarg. Das Museum würde den Sarg, der dort nicht optimal gelagert werden kann, gerne abgeben und hofft, dass sich das einstmals mangelhaft restaurierte Objekt in einer Werkstatt oder Hochschule als Übungsstück verwenden oder sogar retten lässt. Eventuell wäre das Objekt auch eine Herausforderung im Rahmen einer Diplomarbeit (Umgang mit einer missglückten Restaurierung).
Der Sarg datiert ca. ins 9. bis 11. Jahrhundert (es gibt von der Auffindung 1993 keine archäologische Dokumentation), stammt aus dem Münsterland und ist vermutlich aus Eichenholz gefertigt. Er ist ca. 2,40 Meter lang und 60 Zentimeter breit und besteht aus einem Untersarg und Deckel, bzw. einzelnen Fragmenten. Er dürfte um die 150 Kilogramm schwer sein und hat damals in einer Zuckerlösung gelegen, die aber umgekippt ist.
Weitere Fragen beantwortet
Andreas Ströbl vom Museum für Sepulkralkultur in Kassel.
Fachwiki zum Thema "Schäden durch Salze"
DFG fördert Projekt des Hornemann Instituts
Ab Mitte Februar startet im Hornemann Institut das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Projekt Schaffung einer internetbasierten Informationsstruktur mittels Fachwiki (inkl. Repositorium) zum Thema „Schäden durch Salze“ im Forschungsbereich „Erhaltung von Kulturgut“, kurz gesagt: das „Fachwiki Salzschäden“.
Schäden durch Salze sind eine der häufigsten Schadensursachen an historischen Gebäuden, Steinskulpturen, Wandmalereien etc., sind aber auch an vielen neueren Bauwerken anzutreffen. Trotz umfangreicher Forschungsarbeiten in den letzten Jahren bestehen immer noch deutliche Lücken im Kenntnisstand, so dass nicht nur Laien, sondern auch Fachleute in vielen Fällen noch ratlos vor dem durch Salz geschädigten Objekt stehen. Ein Fachwiki kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das vorhandene Fachwissen kompetent, verständlich und kostenfrei allen zur Verfügung zu stellen.
Bei einem Expertenworkshop der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück im Februar 2008 wurde deshalb von rund 20 Teilnehmern aus dem In- und Ausland beschlossen, gemeinsam ein Fachwiki inklusive eines Repositoriums (Artikel, Daten, Diagramme, Abbildungen etc.) zu erstellen, um mit dessen Hilfe aktuelles Fachwissen allen zur Verfügung zu stellen und um Forschungsergebnisse und Erkenntnisse aus der Praxis schnell und kostenfrei zu veröffentlichen. Dieser redaktionell betreute Fachwiki soll von einer internetgestützten Kommunikations- und Organisationsplattform mit interoperablen Web 2.0 Applikationen wie Blogs, Foren, interaktivem Kalender oder Tagging unterstützt werden.
Als Betreiber des Fachwikis wählten die Experten das Hornemann Institut der HAWK aus. Ab Mitte Februar wird der Mineraloge und bundesweit bekannte Salz-Experte Dr. Hans-Jürgen Schwarz für dieses Projekt im Institut für zunächst zwei Jahre beschäftigt.
Interessierte aus Forschung und Praxis sind herzlich eingeladen, sich dem Forschungsverbund anzuschließen und an der Erstellung des Fachwikis mitzuarbeiten.