Aktuelles aus der Fachgruppe Möbel und Holzobjekte

Buchneuerscheinung: "Möbel in Basel"

Die Geschichte des Schreinerhandwerks in Basel birgt viele Überraschungen: Bildhauer, Architekten, Ingenieure, Mathematiker, Hofbaumeister und Ebenisten erlernten den Beruf ebenso wie einfache Bauhandwerker. Der reich illustrierte Band widmet sich der gewerblichen Organisation, der sozialen Stellung und den Konflikten mit konkurrierenden Handwerkern in der Stadt und auf dem Land.

Erstmals veröffentlichte Lehrlingszeichnungen und spezielle Maßstäbe zur Fertigung der Meisterstücke geben Einblicke in die Schreinerausbildung; ein stilgeschichtlicher Überblick erläutert Wandlungen und Besonderheiten der Basler Möbelkunst im überregionalen Kontext.

Historisches Museum Basel (Hg.)
Stefan Hess, Wolfgang Loescher
Möbel in Basel
Kunst und Handwerk der Schreiner bis 1798

ca. 335 Seiten, ca. 200 Farbabbildungen, gebunden
CHF 48.– / EUR 36,–
ISBN 978-3-85616-545-1
erscheint April 2012


Rundbrief

Rundbrief für die Fachgruppe Möbel und Holzobjekte, November 2011 (pdf; 16 KB)

Call for Papers"
Reproduction and Reconstruction in Furniture Conservation"

11th International Symposium for Wood and Furniture Conservation, organized by Stichting Ebenist, November 2012 in AmsterdamDeadline for abstracts and posters May 1st 2012
undefinedMore information

"Die Kunst des Schreiners" von A.J. Roubo

Das zwischen 1769 und 1774 in Paris entstandene Schreiner-Lehrbuch "L' Art du Menusier" von André Jacques Roubo liegt nun in deutscher Übersetzung von Peter Ringger vor.
Link für Dateidownload folgtVerkaufsangebot "Die Kunst des Schreiners" (pdf; 60 KB)


Fachtagung "Zu schön um wahr zu sein?

Ästhetik in der Praxis der Holzrestaurierung" vom 17.-19.06.2011 in Köln

Nach Abschluss der Tagung wurde eine Teilnehmerliste erstellt, die Sie im internen Bereich dieser Fachgruppenseite einsehen können. Loggen Sie sich bitte dafür im Mitglieder-Login ein.


Mit fremden Federn
Die Pfauenfederkommode - ein Luxusmöbel des Rokoko

Die Ausstellung im Schloss Wilhelmsthal ist bis zum 28. Oktober 2012 verlängert worden

Mit der Pfauenfederkommode hat sich in Schloss Wilhelmsthal bei Kassel ein Aufsehen erregendes Zeugnis der höfischen Kultur des Rokoko aus dem Besitz der hessischen Landgrafen erhalten. Nach umfassenden Untersuchungs- und Restaurierungsmaßnahmen, die neue Erkenntnisse über dessen außergewöhnliche Herstellungstechnik erbrachten, wird das historische Prunkmöbel erstmals wieder öffentlich präsentiert.
Die Ausstellung bietet die einmalige Gelegenheit, den Entstehungsprozess der Kommode vom überraschend schlichten Holzkorpus zum spektakulären Schaustück nachzuvollziehen. Anhand weiterer herausragender Exponate aus den Schlössern der Museumslandschaft Hessen Kassel führt sie den Besucher in die pracht- und phantasievolle Welt herrschaftlicher Luxusgegenstände des 18. Jahrhunderts ein.
externer Link in neuem Fenster folgtWeitere Informationen

Link für Dateidownload folgtFlyer zur Ausstellung mit Begleitprogramm (pdf; 1,2 MB)

Bildnachweis: Pfauenfederkommode, Westdeutschland um 1755, Foto: mhk


Karbolineum-Problematik

In Schleswig-Holstein sind um 1900 mehrere gefasste Holzobjekte mit Karbolineum (öliges, braunrotes, teerig riechendes Gemisch aus Steinkohleteer-Bestandteilen) getränkt worden. Diese Tränkung sollte unter anderem dem Schutz vor Insektenbefall dienen. Zur Erläuterung sehen Sie das Foto von einem gefassten, hölzernen Altar (1622/1634 "modernisiert", um 1900 stark ergänzt) aus der Kirche in Hemme/Dithmarschen.
Ein Versuch in den frühen 1990er Jahren das Karbolineum mittels Lösemittelkompressen herauszuziehen ("porentiefe Reinigung" nach Abnahme der Fassung von 1900 und Maskierung durch Absperren mit Schellack und Aufbau einer neuen Fassung) war ohne nachhaltige Wirkung. Das Karbolineum dringt erneut an die Oberfläche. 
Gemeinsam mit Dipl.-Restaurator Markus Freitag (freier Restaurator in Kiel) wurde das Problem in Berlin beim Rathgen-Forschungslabor (Prof. Simon) vorgestellt. Seitens des Rathgen-Forschungslabors besteht großes Interesse die Thematik in einem durch die DBU geförderten Projekt zur Dekontaminierung holzschutzbelasteter Kunstobjekte zu integrieren. 
Hierfür wäre es sehr hilfreich, wenn auch noch aus anderen Bundesländern Objekte mit dieser speziellen Karbolineum-Problematik bekannt wären.
Bitte wenden Sie sich an E-Mail Link folgtBirgid Löffler-Dreyer
vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein.


NEU: Ein Platz für die Vorstellung aktueller Projekte

Eine neu eingerichtete Projektseite speziell für die Kollegen aus der Fachgruppe Möbel und Holzobjekte soll den kollegialen Austausch fördern. 
Hier können VDR-Mitglieder ihre aktuellen Restaurierungsprojekte vorstellen und Fragen, Anregungen oder Problemlösungen veröffentlichen.
Um auf die Projektseite zu gelangen, loggen Sie sich bitte beim Mitglieder-Login ein und gehen dann zu "Projekte".