Aktuelles aus Studium & Forschung

Lehrstuhl für Konservierung Neuer Medien und Digitaler Informationen in Stuttgart neu besetzt

An der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart ist letzten Herbst der Lehrstuhl des Masterstudienganges Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information mit Johannes Gfeller neu besetzt worden. In der Schweiz geboren und studierter Kunsthistoriker, ist Gfeller seit 1978 aufs engste mit dem Medium Video verbunden, zuerst in der Produktion, dann ab 1987 in der Lehre. Neben der autodidaktischen Ausbildung zum Fachfotografen und langjähriger selbständiger Tätigkeit in diesem Bereich war Gfeller auch als innovativer Techniker für optische und elektronische Medien unterwegs, bis er 2001 eine Professur an der Hochschule der Künste Bern antrat und im Fachbereich Konservierung und Restaurierung die Erhaltung elektronischer Medien aufbaute.

Der Stuttgarter Master, der vorerst nicht Restauratoren im engeren Sinne ausbildet, sondern Preservation Manager, reagiert auf die weltweit festzustellende Konfrontation von Museen, Sammlungen, Bibliotheken und Archiven mit dem drohenden Verlust ihrer Medienbestände.

undefinedLink zum Studiengang


HTW Berlin/ Termine

4.5.2012, 10 Uhr
undefinedBeratungs- und Eignungsgespräch für Studienbewerber

2.6.2012, 17-1 Uhr
undefinedLange Nacht der Wissenschaften


"Von den letzten Dingen. Tod und Begräbnis in der Mark Brandenburg 1500-1800"

Die undefinedAusstellung "Von den letzten Dingen" im Neuen Museum Berlin (bis 11.4.2012) zeigt einen Teil der Funde des "Berliner Särgeprojektes der HTW".

Weitere Informationen (pdf; 66 KB)


Starke Nachfrage beim "Fachwiki Salze"


Das undefinedFachwiki zu Salzen und Schäden durch Salze erreicht nach Angaben des Hornemann Instituts monatlich über 10.000 Hits. Die starke Resonanz liege an der Bedeutung des Themas, aber auch an den namhaften Experten aus dem In- und Ausland, die das Wiki schreiben und kürzlich den Verein "Salze im Kulturgut: Forschung - Praxis - Wissenstransfer" gründeten.

Die Internetplattform bestehe inzwischen aus drei Bereichen. Zwei öffentlich zugängliche Wikis auf Deutsch und ab Ende 2011 auch auf Englisch sowie ein zugangsbeschränktes Repositorium, das mit beiden Wikis verbunden ist und den Wissenschaftlern als virtuelle Forschungsumgebung mit einem Speicher für unpublizierte Berichte, Abbildungen oder Daten dient.


Das Louis-Philippe Zimmer - Fragmente aus dem ehemaligen Bischofspalais in Bodo, Norwegen

Im Rahmen eines Studentenprojektes der FH Erfurt wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Maier in zwei verschiedenen Restaurierungskampagnen die Grundlagen für eine Konservierung und Restaurierung von Leinwandtapeten-Fragmenten aus dem Louis-Philippe Zimmer des Bischofspalais in Bodo, Nordnorwegen erarbeitet.

Zum Bericht von Prof. Dr. Sabine Maier (pdf; 113 KB)   

 

Eiche aus restauratorischer Sicht

Wachstum - Verwendung - Schäden - Untersuchungsmethoden
Ziel des Kurses ist die Charakterisierung von Eichenholz aus restauratorischer Sicht, denn Eichenholz macht seit vielen Jahrhunderten Möbelgeschichte. Aber nicht nur das: Aufgrund seiner spezifischen physikalischen, chemischen und ästhetischen Eigenschaften wurde Eichenholz auch bei technischen Objekten und in der bildenden Kunst verwendet. Das Wissen über diese Holzart ist für Restauratoren von großer Bedeutung.
externer Link in neuem Fenster folgtWeitere Infos


NET-Heritage

Kommunikationsplattform im Netzwerk für europäische Kulturerbeforschung
Kulturdenkmäler prägen das Stadtbild und formen die Identität eines Ortes. Aber an den schönen Fassaden nagen umweltschädliche Stoffe. Unterstützung für Forschungsprojekte, in denen Techniken entwickelt werden, die das Kulturerbe erhalten, kommt auch von der EU. Sie will die nationalen Forschungs- und Förderinstrumente besser aufeinander abstimmen und stellt dafür in so genannten externer Link in neuem Fenster folgtERA-NETs (European Research Area Networks) Geld bereit.
Für die Kulturerbeförderer sind das insgesamt zwei Millionen Euro von 2008 bis 2011.
Im Netzwerk für europäische Kulturerbeforschung externer Link in neuem Fenster folgtNET-HERITAGE wird Deutschland von der externer Link in neuem Fenster folgtDeutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vertreten. Sie koordiniert einen bundesweiten Facharbeitskreis aus Experten aus den Konservierungswissenschaften. Ziel dieses Arbeitskreises ist es, Ausschreibungen und Förderprogramme modellhaft mitzugestalten und somit das kulturelle Erbe nachhaltig zu bewahren. Darüber hinaus versteht sich netheritage.de als Austauschplattform für alle, die sich für Kulturgüterschutz interessieren.

Flash ist Pflicht!

"Vom Atmen der Bilder"

Der Film "Vom Atmen der Bilder" (Bern 1989, Dauer 06:11 Min. mp4) von Prof. Volker Schaible zeigt in Zeitraffungen die Bewegungen in Gemäldestrukturen, welche durch gezielte Veränderungen der klimatischen Umgebungsbedingungen hervorgerufen werden.(Zum Anschauen des Films benötigen Sie die aktuelle Version eines MP4-Players; der Ladevorgang kann einige Zeit in Anspruch nehmen.)
 




Florence Declaration - Empfehlungen zum Erhalt analoger Fotoarchive

Das Kunsthistorische Institut in Florenz – Max-Planck-Institut möchte das Verständnis für die grundsätzliche Bedeutung analoger Fotos und Archive für die Zukunft der Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaften fördern. Nur die Integration analoger und digitaler Formate kann einen angemessenen Erhalt des fotografischen Erbes auch für die zukünftige Forschung garantieren und gleichzeitig das Potenzial digitaler Werkzeuge kreativ ausschöpfen.
Analoge Fotoarchive sind Teil unseres kulturellen Erbes. Die „Florence Declaration“ will das öffentliche Bewusstsein hierfür erhöhen. Sie richtet sich nicht nur an fotographische Sammlungen, an die universitäre und wissenschaftliche Forschung, sondern auch an die Entscheidungsträger aus Gesellschaft und Politik.
Die Erklärung kann über die Internetseiten des Kunsthistorischen Instituts in Florenz unterzeichnet werden. Hier findet sich auch eine regelmäßig aktualisierte Liste der Unterzeichner.
externer Link in neuem Fenster folgtDie Florence Declaration
externer Link in neuem Fenster folgtLink zum Kunsthistorischen Institut Florenz


Bunte Wände

Schablonen und Walzmuster aus den Beständen des Freilichtmuseums Hessenpark

Eine Publikation von Matthias Stappel (unter Mitarbeit von Beate Bickel), herausgegeben vom Freilichtmuseum Hessenpark 2009
Link für Dateidownload folgtRezension von Dipl.-Rest. Jan Raue (pdf; 78 KB)


Baumsarg als Herausforderung

Im Depot des externer Link in neuem Fenster folgtMuseums für Sepulkralkultur in Kassel lagert ein frühmittelalterlicher Baumsarg. Das Museum würde den Sarg, der dort nicht optimal gelagert werden kann, gerne abgeben und hofft, dass sich das einstmals mangelhaft restaurierte Objekt in einer Werkstatt oder Hochschule als Übungsstück verwenden oder sogar retten lässt. Eventuell wäre das Objekt auch eine Herausforderung im Rahmen einer Diplomarbeit (Umgang mit einer missglückten Restaurierung).
Der Sarg datiert ca. ins 9. bis 11. Jahrhundert (es gibt von der Auffindung 1993 keine archäologische Dokumentation), stammt aus dem Münsterland und ist vermutlich aus Eichenholz gefertigt. Er ist ca. 2,40 Meter lang und 60 Zentimeter breit und besteht aus einem Untersarg und Deckel, bzw. einzelnen Fragmenten. Er dürfte um die 150 Kilogramm schwer sein und hat damals in einer Zuckerlösung gelegen, die aber umgekippt ist.
Weitere Fragen beantwortet E-Mail Link folgtAndreas Ströbl vom Museum für Sepulkralkultur in Kassel.